Deutsche Verkehrswissenschaftliche Gesellschaft

25.01.10: Verkehr und Mobilität – eine Herausforderung für Politik und Verwaltung

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Johannes Schmalzl

Referent: Johannes Schmalzl, Regierungspräsident, Regierungspräsidium Stuttgart

Der Verkehr auf den Straßen in Baden-Württemberg nimmt stetig zu, gleichzeitig steigen damit aber auch die Belastungen für Bevölkerung und Umwelt. Die Verkehrsinfrastruktur weiter zu ertüchtigen, ist deshalb zwingend notwendig – eine Herausforderung für Politik und Verwaltung! Welche Aufgaben dabei das Regierungs präsidium Stuttgart wahrnimmt und welchen Herausforderungen es sich hierbei stellen muss, wird Regierungspräsident Johannes Schmalzl in seinem Vortrag anhand konkreter Beispiele aus dem Regierungsbezirk Stuttgart darstellen.

Johannes Schmalzl studierte Rechtswissenschaften an den Universitäten Bonn, Lausanne (Schweiz) und Würzburg und absolvierte das Rechtsreferendariat in der Justiz und in der Verwaltung, unter anderem an der Deutschen Botschaft in Tallinn (Estland). Nach dem Zweiten Staatsexamen trat er 1996 in den Landesdienst ein und war zunächst Beauftragter des Justizministeriums in der baden-württembergischen Landesvertretung beim Bund in Bonn und Berlin, dann Staatsanwalt in Stuttgart. Ab 2000 leitete er die Zentralstelle im Justizministerium Baden-Württemberg, war von 2005 bis 2007 Präsident des Landesamtes für Verfassungsschutz und ist seit 1. Januar 2008 Regierungspräsident des Regierungsbezirks Stuttgart.

01.03.10: Galileo: Möglichkeiten und aktueller Entwicklungsstand des europäischen Projekts zur Satellitennavigation

Referent: Dipl.-Inform. Dieter Geiger, Vice President Business Development Traffic Solutions, Siemens Mobility, Stuttgart

Ab 2013 soll das europäische Satellitennavigationssystem Galileo Daten zur Zeit- und Positionsbestimmung liefern, die präziser, zuverlässiger und sicherer sind als je zuvor. Während sich Positionen mit (zivil nutzbaren) GPS-Signalen nur auf zehn Meter genau bestimmen lassen, werden Galileo-Daten mindestens metergenaue Positionierung ermöglichen. Ergänzende Bodensysteme und zusätzliche, kostenpflichtige Dienste bieten Präzision im Zentimeterbereich. Dieter Geiger berichtet über den aktuellen Stand der Entwicklung und gibt Ausblicke auf Chancen und Möglichkeiten des praktischen Einsatzes im Verkehrs- und Sicherheitsbereich. Dieter Geiger, diplomierter Informatiker, ist als Vice President Business Development Traffic Solutions bei Siemens Mobility, Intelligent Traffic Solutions (ITS), Trendscout und Experte für Anwendungen mit Satelliten navigation. Im Rahmen dieser Tätigkeit ist er als Vorstand sowohl im „Forum für anwendungsbezogene Satellitennavigation und mobile IT in Baden-Württem berg“ (SatNav MIT BW) als auch im „Kompetenzzentrum Telematik, Mobile Computing, Customer Care“ (KTMC) aktiv, außerdem in Fachverbänden wie BDI, ZVEI oder Bitcom.

22.03.10: Perspektiven der Infrastruktur-Finanzierung im Luftverkehr

Referent: Walter Schoefer, Geschäftsführer der Flughafen Stuttgart GmbH, Stuttgart

In den vergangenen Jahrzehnten war die Infrastruktur-Entwicklung deutscher Flughäfen weitgehend von zwei Themen geprägt: Zum einen veränderte sich auf vielen Flughäfen durch Konversion, also die zivile Nachnutzung durch den Rückzug des Militärs frei gewordener Bereiche, die Nutzung der Infrastrukturen erheblich. Zum anderen wurde die Entwicklung des Low-Cost-Flugverkehrs in Europa zunehmend zum Konfliktthema. Walter Schoefer schildert in seinem Vortrag, welchen Einfluss diese Faktoren auf den Wettbewerb haben, zu welcher Wettbewerbskonstellation dies in Stuttgart führte und wie sich der unternehmerische Spagat zwischen EU-Wettbewerbsrecht und öffentlicher Flughafenplanung in der Praxis auswirkt.

Der Jurist Walter Schoefer war nach einigen Jahren als Rechtsanwalt und Assessor persönlicher Referent des Ministers für Kultus und Sport, später für Finanzen in Baden-Württemberg. Ab 1994 war er zunächst Generalreferent und stellvertretender Abteilungsleiter Haushalt, dann Leiter der Stabsstelle „Neue Steuerung und Umwandlung von Landeseinrichtungen (NeStUL)“ im Finanzministerium, bevor er 1999 Geschäftsführer der Flughafen Stuttgart GmbH wurde. Dort ist er für Immobilien, Planung und Bau, Facility Management, Personal, Einkauf und Recht sowie die Informations- und Kommunikationstechnologie verantwortlich.

16.04.10: „Das Öffentliche Auto in der Praxis: Erfahrungen mit car2go in Ulm und Austin, Texas“

Referent: Robert Henrich, Geschäftsführer der car2go GmbH, Ulm

Mit car2go setzt die Daimler AG auf spontane urbane Mobilität: Wann immer man ein Auto braucht, kann man es rund um die Uhr auf der Straße mieten oder per Handy oder Internet buchen. Das Fahrzeug kann anschließend auf jedem freien öffentlichen Parkplatz innerhalb des Geschäftsgebietes zurückgegeben werden. Die Kostenstruktur ist übersichtlich: In den 19 Cent pro Minute sind Steuern, Versicherung, Kilometer und Kraftstoff enthalten. Daneben gibt es Stunden- und Tagespauschalen. Im Verlauf des einjährigen öffentlichen Pilotprojekts in Ulm – ein weiteres Projekt besteht im texanischen Austin – haben sich 18.000 Interessenten für car2go registriert, mehr als die Hälfte jünger als 35 Jahre. Insgesamt haben die mittlerweile 200 Smart cdi in Ulm über drei Millionen Kilometer zurückgelegt, zehn bis 15 Kilometer pro Mietvorgang. Nach zwölf Monaten Pilotversuch hat Daimler nun eine eigene Gesellschaft gegründet. Robert Henrich, Projektleiter und Geschäftsführer der neu gegründeten car2go GmbH, wird uns das Projekt vorstellen, die Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr schildern sowie Ausblicke auf künftige Entwicklungen geben.

26.04.10: Lebenszyklusmanagement für das System Bahn

Referentin: Dr.-Ing. Katja Gutsche, Teamleiterin Fachgruppe Life Cycle Management, DLR e.V., Institut für Verkehrssystemtechnik

Der zunehmende Wettbewerb zwischen den Verkehrsträgern verlangt von Eisenbahnverkehrsunternehmen und -infrastrukturmanagern gleichermaßen wirtschaftliche Lösungen, die hochwertige Transportleistung zu attraktiven Preisen ermöglichen. Die Stellschrauben hierzu liegen in erster Linie bei den Anlagen selbst, also ihrer Auslegung, ihrem Einsatz und Betrieb sowie ihrer Pflege. Dr. Katja Gutsche erörtert in ihrem Vortrag wesentliche Herausforderungen im System Bahn, die entscheidend Einfluss auf die Lebensgestaltung von Fahrzeug und Infrastruktur nehmen. Davon ausgehend stellt sie lebenszyklusorientierte Lösungsansätze für ein wirtschaftlicheres System Bahn vor.

Dr.-Ing. Katja Gutsche promovierte zum Thema „Integrierte Bewertung von Investitions- und Instandhaltungsstrategien für die Bahnsicherungstechnik“ an der TU Braunschweig. Seit 2006 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an dem in Braunschweig ansässigen Institut für Verkehrssystemtechnik des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e.V. und leitet seit 2009 die Fachgruppe Life Cycle Management.

 

31.05.10: Der Generalverkehrsplan des Landes Baden-Württemberg

Referent: MinR Volkhard Malik, Innenministerium Baden-Württemberg, Stuttgart

Der aktuelle Generalverkehrsplan Baden-Württemberg wurde von der Landesregierung 1995 beschlossen. Er beschreibt die Grundlinien der Verkehrspolitik des Landes für den Zeitraum bis 2010, bietet Orientierung für politische Entscheidungen in Regionen, Kreisen, Städten und Gemeinden und soll der Sicherung der Mobilität von Bürgern und Wirtschaft dienen. Elf Fachkonzepte befassen sich mit allen relevanten Mobilitätsbereichen – vom Straßenverkehr über ÖPNV und Luftverkehr bis zur Verkehrsplanung in Verdichtungsräumen – und enthalten umfangreiche Maßnahmenpakete. Derzeit wird der Generalverkehrsplan überarbeitet. Schwerpunkte liegen dort, wo sich seit 1995 die Rahmenbedingungen geändert haben oder neue Entwicklungen eingetreten sind.

Der Jurist Volkhard Malik ist seit Juni 2009 Leiter des Referats „Grundsatzfragen der Verkehrspolitik, Verkehrshaushalt und Radverkehr“ im Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr, das im Auftrag des Ministerrats die Fortschreibung des Generalverkehrsplans Baden-Württemberg aus dem Jahr 1995 erarbeitet. Zuvor war Volkhard Malik Leiter des Referats „Öffentlicher Personennahverkehr“ im Innenministerium und Mitglied der Geschäftsleitung der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg mbH.

08.06.10: Exkursion "Straßenverkehrszentrale Baden-Württemberg"

Die Straßenbauverwaltung des Landes Baden-Württemberg versteht sich unter anderem auch als Mobilitätsdienstleister für die Verkehrsteilnehmer auf unserem klassifizierten Straßennetz. Neben dem Ausbau der Bundesautobahnen sowie dem Neubau wichtiger Ortsumfahrungen hat in den letzten Jahren die Verkehrssteuerung und vor allem auch Verkehrsinformation zunehmend Bedeutung erlangt.

Ein wichtiger Baustein hierfür ist der Betrieb einer Verkehrsrechnerzentrale. Qualitätsgesicherte Daten und ihre fachgerechte Verarbeitung, verbunden mit einer zukunftsfähigen Soft- und Hardwareinfrastruktur bilden die elementare Basis für die verfolgten Ziele. In den vergangenen Jahren hat das Land in diesem Projekt viel Knowhow aufgebaut und steht kurz vor dem Projektabschluss. Begleitend dazu sind weitere verkehrstelematische Projekte angegangen worden (Verkehrsbeeinflussungsanlagen, Verkehrskameras, ......), die sich in unterschiedlichen Realisierungsstadien befinden.

Innerhalb der Straßenbauverwaltung ist die Ende des Jahres 2004 gegründete Straßenverkehrszentrale Baden-Württemberg der Landesstelle für Straßentechnik für alle Themen und Entwicklungen der Verkehrstelematk zuständig. Im Rahmen des Besuches dieser Einheit wird ein Überblick zum Stand der Verkehrstelematik in Baden-Württemberg gegeben, der mit einer Besichtigung des neuen Leitraumes der Verkehrsrechnerzentrale schließt.

28.06.10: Bürgerbusse als Ergänzung des ÖPNV – Erfahrungen aus dem Pilotprojekt „Bürgerbus Salach“

Referent: Dr.-Ing. Harry Dobeschinsky, Geschäftsführender Gesellschafter, VWI Stuttgart GmbH

Das Vorbild für Bürgerbuslinien sind die niederländischen „Buurtbussen“ (Nachbarschaftsbusse). Seit 1985 gibt es Bürgerbusse auch in Deutschland. Den ersten Linien in Nordrhein-Westfalen folgten allein in diesem Bundesland rund 90 weitere. Das Prinzip: Ehrenamtlich Engagierte leisten mit dem öffentlichen Verkehrsangebot in der Nahversorgung einen nachhaltigen Beitrag zur lokalen Mobilitätsversorgung. Meistens betreiben sie einen oder mehrere Kleinbusse mit bis zu acht Sitzplätzen. Für diese Fahrzeuge ist kein besonderer Busführerschein notwendig, lediglich ein Personenbeförderungsschein. Das Haupteinsatzgebiet von Bürgerbussen sind dünn besiedelte Orts- oder Stadtteile, in denen die Bedienung mit großen Linienbussen sich nicht rechnet oder technisch nicht möglich ist. In Baden-Württemberg startete 2003 der erste Bürgerbus in Salach im Landkreis Göppingen. Inzwischen sind sieben Bürgerbuslinien im Land unterwegs.

Dr. Harry Dobeschinsky, seit 2002 Geschäftsführender Gesellschafter der VWI Verkehrswissenschaftliches Institut Stuttgart GmbH, ist seit 2001 Geschäftsführer des Bürgerbusvereins Salach e.V. und seit 2003 selbst aktiver Bürgerbusfahrer.

19.07.10: Soziale Netze und Verkehr im Zeitalter von "Skype"

Referent: Prof. Dr. Kay Axhausen, Institut für Verkehrsplanung und Transportsysteme der ETH Zürich

Verändert sich der Umgang mit Mobilität durch die neuen elektronischen Kommunikationsformen – und wie äußert sich das? – Kay Axhausen berichtet in seinem Vortrag über den Zusammenhang von persönlichen und elektronischen Kontakten in heutigen sozialen Netzen und stellt ein allgemeines Modell der Entwicklung solcher Netze vor. Aktuelle empirische Ergebnisse stammen aus zwei umfangreichen Netzbefragungen des Instituts in der Stadt und im Kanton Zürich.
Kay W. Axhausen, Professor für Verkehrsplanung am Institut für Verkehrsplanung und Transportsysteme der ETH Zürich, studierte Bauingenieurwesen an den Universitäten in Karlsruhe und Wisconsin und promovierte 1988. Nach wissenschaftlicher Arbeit an der Transport Studies Unit der University of Oxford und ab 1991 Lehre am Imperial College of Science, Technology and Medicine in London wurde er 1995 als ordentlicher Professor für Straßenwesen an die Universität Innsbruck, dann 1999 an die ETH Zürich berufen Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehört unter anderem die Entwicklung von Simulationsmodellen des Verkehrs sowie die Analyse verkehrlicher Entscheidungen von Personen und Institutionen.

27.09.10: Verkehrspolitik - ein Jahr nach der Bundestagswahl

Referent: Dr. Ben Möbius, Abteilungsleiter Infrastruktur, Verkehr und Telekommunikation, BDI – Bundesverband der Deutschen Industrie e.V., Berlin

25.10.10: Ausgewählte fachliche Aspekte zum Bahnprojekt Baden-Württemberg 21

Referent: Prof. Dr.-Ing. Ullrich Martin, Direktor des Instituts für Eisenbahn- und Verkehrswesen, Universität Stuttgart

Prof. Martin gibt zunächst einen Überblick über Inhalte und Ziele der Projektkonzeption. Der Schwerpunkt des Vortrags liegt in der Erörterung eisenbahnbetrieblicher, organisatorischer und technischer Fragestellungen, die einerseits Anstoß und Grundlage der Projektplanungen waren, sich andererseits aber auch aus der Planung ergaben. Damit sind vor allem jene Prozesse gemeint, die im Planungsverlauf zu neuen Fragen und schrittweise zu neuen Lösungen führten, die Eingang in die heutige Planung gefunden haben. Ullrich Martin schloss sein Diplom im Verkehrsingenieurwesen an der Hochschule für Verkehrswesen „Friedrich List“ Dresden ab und promovierte am Institut für Eisenbahnwesen und Verkehrssicherung der TU Braunschweig. Nach beruflicher Tätigkeit bei der Deutschen Reichsbahn und der Deutschen Bahn AG sowie als Projektingenieur bei der IPM GmbH im Auftrag der Planungsgesellschaft Bahnbau Deutsche Einheit mbH leitete er von 1998 bis 2001 den Bereich Verkehrsbau und Verkehrssystemtechnik der Universität Leipzig. Seit 2001 ist er Direktor des Instituts für Eisenbahn- und Verkehrswesen und des Verkehrswissenschaftlichen Instituts an der Universität Stuttgart.

22.11.10: Die aktuelle Situation am Güterverkehrsmarkt

Referent: Roland Rüdinger, Geschäftsführender Gesellschafter der Rüdinger Spedition GmbH, Krautheim

Das Speditionsgewerbe erlebte in den letzten Monaten eine Achterbahnfahrt. War die Auslastung der nationalen Transporteure noch im Februar völlig unbefriedigend, kämpften sie schon im April – bei erstarkender Konjunktur – mit totaler Überlastung. Zugleich wachsen die Anforderungen auf Gebieten wie der Sicherheit oder der Integration in die Inhouse-Logistik der Kunden enorm. Roland Rüdinger geht in seinem Referat unter anderem den Fragen nach, wie sich Wachstum auf die Transportbranche auswirkt, wie Transportnachfrage und Brutto inlands produkt (BIP) voneinander abweichen und wie die verschiedenen Verkehrsträger auf Aus lastungs schwankungen reagieren. Am Ende wird die Frage stehen: Welche nationale Transportkapazität brauchen wir in Zukunft wirklich? Seit 1999 leitet Roland Rüdinger die 1930 von seinem Großvater Franz Rüdinger gegründete Spedition im hohenlohischen Krautheim, die sich auf Direktverkehre und Volumentransporte mit selbst entwickelten Planen-Tiefladern fokussiert. Das Unternehmen ist mit rund 130 Fahrzeugen im Nahverkehr, deutschlandweit und in den angrenzenden Nachbarstaaten aktiv. Roland Rüdinger selbst engagiert sich darüber hinaus gesellschaft lich und fachlich, unter anderem als Fachbeirat im Studiengang Technisches Logistikmanagement an der Hochschule Heilbronn.

13.12.10: Junges Forum - Vorträge junger Verkehrswissenschaftler

Dipl.-Ing. Juliane Pillat, Universität Stuttgart, Institut für Straßen- und Verkehrswesen, Lehrstuhl für Verkehrsplanung und Verkehrsleittechnik: „Nutzung von GPS- und Befragungsdaten für die Modellierung von Routenwahl“ – Im Rahmen des Forschungsprojektes Wiki soll ein Routenwahlmodell erstellt werden, um die Wirkungen von individueller und kollektiver Verkehrsbeeinflussung quantifizieren zu können. Die Schätzung des Routenwahlmodelles beruht hierbei u.a. auf Befragungsdaten und Daten aus einer umfangreichen Erhebung mittels GPS-Geräten. Innerhalb des Vortrags werden die wesentlichen, notwendigen Bearbeitungsschritte für die Datenaufbereitung und erste Ergebnisse bzw. Auswertungen aus den Erhebungsdaten dargelegt.

Dr.-Ing. Florian Bitzer, Stuttgarter Straßenbahnen AG: „Mikroskopische Modellierung und Simulation des Fußgängerverkehrs“ – In den Verkehrswissenschaften rückt nach dem motorisierten Verkehr nun verstärkt auch die mikroskopische Simulation des Fußgängerverkehrs in den Blickpunkt des Interesses. Architekten und Städteplaner sind oft mit der Fragestellung konfrontiert, wie Anlage und Dimensionierung von Fußgängerflächen das Verhalten des Einzelnen beeinflussen. Tabellierte Bemessungsempfehlungen helfen hierbei nicht weiter. Stattdessen stellt die mikroskopische Fußgängersimulation einen möglichen Lösungsansatz dar. Dieser Lösungsansatz wird in diesem Vortrag eingehend dargelegt.

Dipl.-Kfm. techn. Jan Diestel, Universität Stuttgart, Institut für Eisenbahn- und Verkehrswesen: „Ansätze zu einem vereinfachten Vorauswahlverfahren zur volkswirtschaftlichen Bewertung von Maßnahmen im Schienenpersonennahverkehr“ – Vorhaben, die einer Standardisierten Bewertung unterzogen werden, sollen nach Vorgabe des Verfahrens nicht isoliert geplant werden, sondern im Kontext einer umfassenderen Konzeption zur Gestaltung des Nahverkehrs stehen. Schon bei der Erarbeitung solch eines Nahverkehrskonzeptes oder eines Entwicklungsplans für den ÖPNV stehen zahlreiche Vorschläge zur Diskussion. Zahlreiche Kriterien sind in die Bewertung einzubeziehen, was das Nachvollziehen der Berechnungen erschwert. Bedingt durch die Vielzahl der involvierten Akteure und die damit einhergehenden Abstimmungsnotwendigkeiten ist mit langen Untersuchungszeiträumen zu rechnen. Ansätze zu einem vereinfachten Vorauswahlverfahren werden im Rahmen des Vortrages näher erläutert.

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