Deutsche Verkehrswissenschaftliche Gesellschaft

24.01.2011 Dipl.-Ing. Clemens Klinke - Verkehrssicherheit

Referent: Dipl.-Ing. Clemens Klinke, Vorsitzender der Geschäftsführung DEKRA Automobil GmbH
und Mitglied des Vorstands der DEKRA SE, Stuttgart

Seit der Gründung der DEKRA im Jahr 1925 steht die Erhöhung der Straßenverkehrssicherheit im Mittelpunkt. Daher unterstützt das Unternehmen die Europäische Kommission in ihrer Absicht, die Straßenverkehrssicherheit zu erhöhen. Um die Sicherheitspotenziale einzelner Gruppen von Verkehrsteilnehmern aufzuzeigen, wird seit drei Jahren der „DEKRA Verkehrssicherheitsreport – Strategien zur Unfallvermeidung auf Europas Straßen“ aufgelegt – bisher mit Studien zu Personenwagen, Nutzfahrzeugen und Motorrädern: An hand von Statistiken und Auswertungen wird im Detail erläutert, wo das größte Opti mierungs potenzial zur Erhöhung der Verkehrssicherheit für die jeweilige Gruppe liegt. – Der Vortrag wird diese drei Studien behandeln und Sicherheitspotentiale in den Bereichen Technik, Mensch und Infrastruktur aufzeigen. Clemens Klinke studierte nach einer Kfz-Lehre Maschinenbau, Fachrichtung Fahrzeug-Technik, in Köln. 1984 startete er bei der DEKRA in Göttingen als Prüfingenieur und Gutachter und war dort am Aufbau der DEKRA Akademie beteiligt. Er war seither in zahlreichen Funktionen und Positionen tätig, seit 2004 als Mitglied der Geschäftsführung der DEKRA Automobil GmbH, Stuttgart. Seit 2006 ist er Vorsitzender der Geschäftsführung, seit 2010 zudem Vorstandsmitglied der DEKRA SE, Stuttgart, und Technischer Direktor der DEKRA Gruppe.

 

 

28.02.2011 Smart Cards in Fernost

Referent: Dipl.-Ing. Martin Retzmann, Institut für Eisenbahn und Verkehrswesen, Universität Stuttgart

SmartCards in Fernost –Vorbilder für mehr Akzeptanz von E-Ticketing

 

24.03.2011: Hochschule Heilbronn - Empirische Verkehrsforschung

Die Veranstaltung bietet breiten Raum für Gedankenaustausch und Vernetzung zwischen Wissenschaftlern, Praktikern und Studierenden, die Daten zum Personen- und Güterverkehr erheben, auswerten oder anderweitig nutzen und deshalb an aktuellen Fragestellungen, Untersuchungen und methodischen Entwicklungen im Bereich der empirischen Verkehrsforschung interessiert sind. Programm:

10.30 Uhr Begrüßung Prof. Dr. Dirk Lohre, Hochschule Heilbronn, Institut für Nachhaltigkeit in Verkehr und Logistik (INVL); 10.45 Uhr Methodische Standards der empirischen Verkehrsforschung Prof. Dr. Heinz Hautzinger, Hochschule Heilbronn, Institut für angewandte Verkehrs- und Tourismusforschung e.V. (IVT); 11.15 Uhr Wirtschaftsverkehrsforschung – Stand und Perspektiven Prof. Dr. Barbara Lenz, Humboldt-Universität zu Berlin und DLR – Institut für Verkehrsforschung; 11.45 Uhr Diskussionsrunde; 12.15 Uhr Mittagsimbiss; 13.30 Uhr Empirische Verkehrsforschung und praktische Verkehrsplanung Prof. Dr.-Ing. Dirk Vallée, RWTH Aachen, Institut für Stadtbauwesen und Verkehr (ISB); 14.00 Uhr Zukunftsthemen der Mobilitätsforschung Prof. Dr. Martin Lanzendorf, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, Stiftungsprofessur Mobilitätsforschung; 14.30 Uhr Diskussionsrunde; 15.00 Uhr Kaffeepause; 15.30 Uhr Die empirische Verkehrsforschung in den Forschungsprogrammen auf nationaler und EU-Ebene Ministerialrat Heinrich Nöthe, Forschungsbeauftragter, Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung; 16.00 Uhr Verkehrsforschung und politisch-praktische Umsetzung ihrer Ergebnisse – Wunsch und Wirklichkeit Prof. Dr. Albrecht Kuder, Vorsitzender der Deutschen Verkehrswissenschaftlichen Gesellschaft (DVWG) Württemberg; 16.30 Uhr Verabschiedung von Prof. Dr. Hautzinger Prof. Dr.-Ing. Jürgen Schröder, Rektor der Hochschule Heilbronn; 16.45 Uhr Empfang

04.04.2011 Erfolgmodell Schweizer Bahn - Managementsysteme am Beispiel der SBB GmbH

Referent: Dipl.-Kfm. Frank von Meißner, Leiter Betrieb und Personal, Eisenbahnbetriebsleiter, SBB GmbH, Konstanz

Managementsysteme sollen für Qualität und Sicherheit sorgen, Abläufe verbessern, Wissen innerhalbdes Unternehmens zugänglich machen – und die Wettbewerbsfähigkeit verbessern. Der Referent stellt uns das Qualitätsmanagementsystem (QMS), das Sicherheitsmanagementsystem (SMS) und das Umweltmanagementsystem (UMS) der SBB GmbH vor und beschreibt die Verzahnung dieser drei Systeme. Auch konkrete Antworten können erwartet werden: Wie werden diese Managementsysteme in der täglichen Praxis „gelebt“? Wie laufen zum Beispiel interne und externe Audits ab – und welche positiven oder negativen Erfahrungen konnten überhaupt mit den Systemen gesammelt werden? Frank von Meißner verantwortet bei der SBB GmbH als Prokurist die Bereiche Betrieb und Personal. Zu seinen Aufgaben gehören Produktionsplanung, Fahrzeugunterhalt sowie strategische Fragen des Personalwesens. Er ist ferner als Eisenbahnbetriebsleiter bestellt und als solcher verantwortlichfür die Sicherheit des Bahnbetriebs, die durch ein 2010 neu aufgebautes Sicherheitsmanagement-System gestützt wird. Von Meißner studierte an der Universität Stuttgart technische Betriebswirtschaftslehre und arbeitete danach bis September 2009 bei der Hohenzollerischen Landesbahn AG, zuletzt als Leiter des Verkehrsbetriebs Ringzug sowie Leiter Angebotsentwicklung und Verkehrsplanung.

02.05.2011: Mobilitäts-Modell "Better Place"

Referent: Dipl.-Wirtsch.Inf. Rolf Schumann, MSc. Projektleiter Deutschland und Europa, Better Place, Berlin

Als der ehemalige SAP-Manager Shai Agassi im Oktober 2007 im kalifornischen Palo Alto sein Unternehmen „Project Better Place“ gründete, stand die Abkehr des Individualverkehrs vom Erdöl im Vordergrund. Das Geschäftsmodell umfasst den Kauf eines Elektroautos ohne den Akku, den (ebenso wie umweltfreundliche Energie) Better Place anbietet. Für längere Fahrstrecken gibt es automatische Akku-Wechselstationen. Rolf Schumann stellt uns Better Place und sein Konzept im Detail vor und wagt den „Reality Check“. Schumann reißt aber auch grundsätzliche Fragen an: Ist Elektromobilität nur Hype oder schon Realität? Wo liegen unsere wirklichen Probleme? Ist Elektromobilität da eine echte Alternative? Und er stellt uns „drei Schritte auf dem Weg zur perfekten Lösung“ vor. Rolf Schumann erwarb ein Diplom in Wirtschaftsinformatik an der Universität Mannheim und einen Master im Bereich IT Management an der Schweizer ZfU International Business School. Anschließend war er zunächst für Siemens tätig, dann für SAP, wo er vor seinem Wechsel zu Better Place als Chief Technology Officer (CTO) für die Regionen Europa, Mittlerer Osten und Afrika verantwortlich zeichnete. Heute ist Rolf Schumann als Country Engagement Principal für die Entwicklung von Better Place in Europa verantwortlich – insbesondere in Deutschland.

23.05.2011Die Deutsche Bahn im Wettbewerb – in Deutschland, Europa und weltweit

Referent: Dr. Rüdiger Grube, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG

Die Deutsche Bahn im Wettbewerb – in Deutschland, Europa und weltweit

06.06.2011 „Liberalisierung des Buslinien-Fernverkehrs“

Referent: Prof. Alexander Eisenkopf, Zeppelin Universität Friedrichshafen

Ausgehend vom Gesetz über die Beförderung von Personen zu Lande aus den 1930-er Jahren verhindert das Personenbeförderungsgesetz (PBefG §13 Abs. 2) bisher inländische Fernbuslinien, die der Schiene Konkurrenz machen könnten. Ein Vorteil besonders für die Deutsche Bahn – nun aber soll der Markt für Fernbusse geöffnet werden. Wie also sehen mögliche Wettbewerbsszenarien aus? Wie steht es um die Umweltaspekte – und ist womöglich eine Bus-Maut sinnvoll? In seinem Vortrag wird Alexander Eisenkopf den ordnungspolitischen Rahmen einer solchen Regulierung beschreiben und den vorliegenden Referentenentwurf bewerten. Prof. Dr. Alexander Eisenkopf studierte Betriebs- und Volkswirtschaftslehre an den Universitäten Mannheim und Gießen und war nach Promotion und Habilitation unter anderem Privatdozent an der Universität Gießen und Gastprofessor an der Wirtschaftsuniversität Wien, bevor er 2003 als Professor an die Zeppelin Universität in Friedrichshafen berufen wurde. Er ist dort Inhaber des Phoenix-Lehrstuhls für Allgemeine BWL & Mobility Management.

27.06.2011 „Der Ausschreibungswettbewerb im Bus-ÖPNV in Deutschland“

Referent: Dipl.-Vw. Arne Beck Projektleiter Civity Management Consultants, Hamburg und Berlin

Im deutschen Bus-ÖPNV erfährt das Vergabeinstrument „Ausschreibungswettbewerb“ zunehmend Beachtung – bisher besonders in Hessen, rund um München und Hamburg sowie im westfälischen Raum. Neben Qualitäts steigerungen und Veränderungen in der Bieterstruktur lassen sich in der ersten Aus schreibungsrunde häufig Einspareffekte für Aufgabenträger beobachten. Welche Einflussfaktoren sind nun für die realisierten Bestellerentgelte verantwortlich? Der Referent stellt allgemeine Entwicklungstrends im deutschen Ausschreibungsmarkt vor, präsentiert Ergebnisse zu Vertragsvorgaben und externen Faktoren und beleuchtet regionale Unterschiede. Für die Untersuchung wurde eine Datenbank mit 157 Ausschreibungsverfahren aus den Jahren 1996 bis 2009 empirisch ausgewertet. Arne Beck studierte Volkswirtschaft an der Christian-Albrechts-Universität Kiel und war ab 2005 bei der Strategie- und Managemenberatung für öffentliche Dienstleistungen KCW sowie bei BSL Management Consultants tätig. Seit Juni 2010 ist er Project Manager bei Civity Management Consultants. Derzeit promoviert Arne Beck an der Universität Karlsruhe zum Thema „Wettbewerb im Bus-ÖPNV“.

18.07.2011: „Nutzen und Kosten eines Regionalflughafens am Beispiel des Flughafens Karlsruhe/Baden-Baden“

Referent: Dipl.-Ing. Manfred Jung Geschäftsführer Baden-Airpark GmbH, Rheinmünster

Die Qualität der Verkehrsanbindungen ist ein wesentliches Kriterium für die Ansiedlung und Entwicklung neuer, prosperierender Unternehmen. Die Technologieregion Karlsruhe verfügt bereits durch die Autobahnen A5 und A8, die ICE- und TGV-Strecken sowie die Wasserstraße Rhein über ausgezeichnete Verkehrsverbindungen. Mit dem Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden ist sie nun auch an das europäische Linienflugnetz angeschlossen. Manfred Jung zeigt, welchen Nutzen die Region am Oberrhein durch diesen Flughafen hat. Er beleuchtet die Kosten eines solchen Verkehrsinfrastruktur-Projektes und führt aus, warum es nicht allein nach betriebswirtschaftlichen Kriterien beurteilt werden kann. Manfred Jung studierte Bauingenieurwesen an der Technischen Universität Karlsruhe und war zunächst für die Firma Züblin in den Bereichen Planung und Bauleitung tätig. Ab 1986 war er als Projektmanager für Gebäude und Anlagen auf Militärflugplätzen in Rheinland-Pfalz im Staatsbauamt Kaiserslautern tätig. 1991 wechselte er zur Flughafen Stuttgart GmbH, war dort zunächst Projektmanager, dann Leiter der Hauptabteilung Strategische Grundsatzplanung, und is t seit 1.1.2001 Geschäftsführer der Baden Airpark GmbH.

15.09.2011 Straßenverkehrsmaut: Technologie, Verfahren, Pilotprojekte

Referent: Dipl.-Phys. Lars Reger Vice President Strategy & Business Development
Business Unit Automotive, NXP Semiconductors Germany, Hamburg

Verkehrsraum auf der Straße ist knapp – und teuer im Unterhalt. Daher wird immer wieder eine generelle, wo möglich flächendeckende Straßenverkehrsabgabe diskutiert. Lars Reger verschafft uns einen Überblick darüber, wie mit satellitengestützten Lösungen moderne, intelligente Verkehrsmanagement- und Mautsysteme installiert und betrieben werden und wie sich durch strecken- und belastungsabhängige Tarife auch der Verkehrsfluss steuern lässt. Er führt aus, warum ein solches Mautsystem der nächsten Generation nach seiner Überzeugung eine faire Preisgestaltung erlaubt, wie es um die Datensicherheit bestellt ist und welchen zusätzlichen Nutzen die Autofahrer selbst davon erwarten können. Lars Reger ist Vice President Strategy & Business Development im Produktbereich Automotive bei NXP, dem 2006 aus dem Philips-Konzern ausgegliederten Mikroelektronik-Unternehmen mit Sitz in Europa. Zugleich ist er als General Manager unter anderem für integrierte Netzwerklösungen im Fahrzeug verantwortlich. Der diplomierte Physiker startete 1997 als Produktingenieur bei Siemens Semiconductors und wechselte dannzu Infineon und Siemens VDO. Vor seinem Wechsel zu NXP verantwortete er Geschäftsentwicklung und Produktmanagement im Geschäftsbereich „Connectivity“ bei Continental.

26.09.2011 Ethylen-Pipeline-Süd - ein wichtiges Infrastruktrprojekt für die südwestdeutsche Industrie

Referent: Dr. Werner Döhler, Geschäftsführer der EPS Ethylen-Pipeline-Süd GmbH & Co KG, München

24.10.2011 Umwelt- und Sicherheitsaspekte bei Elektroautos

Referent: Prof. Andre Seeck, Direktor, Leiter der Abteilung "Fahrzeugtechnik" der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt), Bergisch Gladbach

21.11.2011 Maritimer Verkehr auf der Ostsee: Wachstum und Strukturänderung nach der Krise

Referent: Prof. Dr. Karl-Heinz Breitzmann, Geschäftsführender Direktor, Ostseeinstitut für Marketing, Verkehr und Tourismus an der Universität Rostock

Wie werden sich Ostseetransport und Hafenumschlag weiter entwickeln? Wird es nach der Krise eine Rückkehr zu den vorherigen Trends geben? Wo werden sich neue Logistikstrukturen und andere Wachstumsraten einstellen? Alle Akteure – die Reedereien, Seehäfen, Hafenspediteure und Hinterlandtransporteure – fragen sich, mit welcher Entwicklung in den nächsten Jahren zu rechnen ist. Die Perspektiven des maritimen Ostseeverkehrs und dessen Bedeutung für lokale und globale Märkte waren Thema der DVWG-Vortragsveranstaltung im November.

Prof. Dr. rer. oec. habil. Karl-Heinz Breitzmann wurde 1968 zum Doktor der Wirtschaftswissenschaften promoviert, 1979 folgte die Habilitation. Seit 1982 war er Ordentlicher Professor an der Universität Rostock, seit 1992 mit dem Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Verkehrswirtschaft. Er ist Geschäftsführender Direktor des Ostseeinstituts für Marketing, Verkehr und Tourismus an der Universität Rostock.

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